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Weitere Informationen zu: Edvard Munchs „Abend I“

Still und in sich gekehrt steht die Frau vor dem Fenster, ihr Körper in warmem Gelb aus dem gedämpften Grün-Braun des Raumes herausmodelliert. Die hochformatige, fast säulenhafte Komposition lenkt den Blick ganz auf die ruhige Figur.

Entstehungshintergrund

Munch malte „Abend I“ zwischen 1922 und 1925, in einer Phase intensiver Beschäftigung mit dem weiblichen Akt im Atelierraum. Solche Aktstudien der 1920er Jahre gehören zu einer Werkgruppe, in der er wiederholt dieselben Modelle in unterschiedlichen Posen und Lichtstimmungen festhielt. Das Gemälde gehört heute zur Sammlung des Munch-Museums in Oslo.

Bildkomposition und Details

  • Haltung: Der gesenkte Blick und die ruhig herabhängenden Arme verleihen der Figur stille Zurückhaltung.
  • Format: Das schmale Hochformat betont die schlanke, fast säulenhafte Erscheinung des Körpers.
  • Licht: Warmes Gelb modelliert Haut und Umriss vor dem gedämpften Hintergrund.
  • Teppich: Der rote Teppich am Boden setzt einen kräftigen Farbakzent im unteren Bildbereich.

Bedeutung

Das Bild gehört zu Munchs späten Aktstudien, in denen er die stille Präsenz des Körpers über die dramatische Erzählung seiner früheren Werke stellte.

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