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Weitere Informationen zu: Alexej von Jawlenskys „Bildnis Andreas Jawlensky“

Das Porträt zeigt Andreas Jawlensky als jugendliche, in sich ruhende Erscheinung. Alexej von Jawlensky verdichtet das Motiv auf Gesicht und Oberkörper und schafft eine stille, zugleich äußerst präsente Bildwirkung. Gerade die Verbindung von familiärem Bezug und expressiver Malweise macht das Werk besonders eindringlich.

Entstehungshintergrund

„Bildnis Andreas Jawlensky“ entstand 1910, in einer Phase, in der Jawlensky seine Formensprache zugunsten stärkerer Farb- und Konturwirkung zuspitzte. Das Bild gehört in den Zusammenhang seiner Porträtarbeiten aus den Jahren des „Blauen Reiter“, in denen das psychologische Moment wichtiger wird als äußerliche Ähnlichkeit. Überliefert ist das Werk als Öl auf Karton, auf Leinwand aufgezogen; es befindet sich in Privatbesitz.

Bildkomposition und Details

  • Frontalität:Das Kind ist direkt dem Betrachter zugewandt, wodurch eine konzentrierte, beinahe ikonische Wirkung entsteht.
  • Farbklang:Blau-, Braun- und Ockertöne bestimmen die Haltung des Bildes und verleihen ihm eine gedämpfte Ernsthaftigkeit.
  • Kontur:Die Gesichts- und Haarpartien sind mit klaren Linien gefasst, was die Formen stark vereinfacht und verdichtet.
  • Malweise:Der sichtbare Pinselduktus lässt die Oberfläche lebendig bleiben und unterstreicht den expressiven Charakter.

Bedeutung

Das Werk zeigt, wie Jawlensky das Porträt vom bloßen Abbild löst und in einen Träger innerer Spannung verwandelt. „Bildnis Andreas Jawlensky“ ist damit ein persönliches Familienbild und zugleich ein prägnantes Zeugnis des frühen Expressionismus.

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