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Weitere Informationen zu: Félix Vallottons „Badende, am Schilfufer kauernd“

Die Frau scheint sich in sich selbst zurückzuziehen, während Schilf und Wasser sie wie ein dichtes Muster umgeben. Nichts an der Szene erzählt eine Geschichte, und gerade das macht ihre Wirkung aus.

Entstehungshintergrund

Vallotton, 1865 in Lausanne geboren und seit den frühen 1880er Jahren in Paris tätig, stand Mitte der 1890er Jahre den Nabis nahe. Das Gemälde entstand 1895 in Öl auf Leinwand und zählt zu seinen frühen Aktbildern im Freien. Es befindet sich in Privatbesitz.

Bildkomposition und Details

  • Haltung: Die eng zusammengezogene Figur bildet eine geschlossene, fast kugelige Form.
  • Schilf: Die dunkelroten Halme wirken wie ein senkrechtes Gitter hinter dem hellen Körper.
  • Kiesel: Kleine Farbflecken in Rot, Grün und Ocker füllen den Vordergrund mosaikartig.
  • Haar: Das lange schwarze Haar verdeckt einen Teil des Gesichts und lenkt den Blick auf das Auge.

Bedeutung

Das Bild zeigt Vallottons Neigung, den Akt nicht idealisierend, sondern als Ausdruck von Stimmung und Rückzug zu behandeln. Es steht für den melancholischen Ton seiner Nabis-Jahre.

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