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Weitere Informationen zu: Egon Schieles „Brustbild eines rothaarigen Mädchens“

Egon Schieles „Brustbild eines rothaarigen Mädchens“ wirkt zugleich zart und unbeirrbar direkt. Der enge Bildausschnitt konzentriert alles auf die jugendliche Erscheinung, das rote Haar und die spannungsvoll gesetzten Hände, wodurch eine eindringliche Nähe entsteht.

Entstehungshintergrund

Das Blatt entstand 1910, in einer Phase, in der Schiele seine Bildsprache radikal verdichtete. Die Kombination aus Bleistift, Aquarell und Gouache auf braunem Packpapier verleiht dem Werk eine offene, skizzenhafte Qualität, die den expressiven Charakter noch steigert. Heute befindet sich das Original in der Albertina in Wien, einem der wichtigsten Sammlungsorte für Zeichnungen des Künstlers.

Bildkomposition und Details

  • Komposition:Der Kopf-Bild-Ausschnitt ist eng geführt und lässt die Figur fast frontal in den Raum treten.
  • Farbigkeit:Schiele arbeitet mit wenigen Tönen; das Rot des Haares setzt einen starken Akzent gegen das braune Papier.
  • Linie:Die präzisen Konturen und die sichtbar gesetzten Zeichenspuren betonen die Nervosität des Moments.
  • Wirkung:Hände und Gesicht bilden die wichtigsten Blickpunkte und verleihen dem Porträt psychologische Spannung.

Bedeutung

Das Werk zeigt exemplarisch, wie Schiele das Porträt aus der bloßen Ähnlichkeit in einen Ausdruck innerer Befindlichkeit überführt. Gerade in der Reduktion liegt seine Kraft: Das Mädchen erscheint nicht idealisiert, sondern als eigenständige, empfindsame Persönlichkeit.

Beratung und individuelle Anfragen

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