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Weitere Informationen zu: Alexej von Jawlenskys „Dame mit Fächer“

Mit wenigen Mitteln verdichtet Alexej von Jawlensky in „Dame mit Fächer“ das Bild einer Frau zu einer ebenso stillen wie präsenten Erscheinung. Die halbfigurige Darstellung wirkt geschlossen und konzentriert, zugleich aber von einer inneren Spannung getragen, die für den frühen Expressionismus typisch ist.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1909 in einer Phase, in der Jawlensky seine Bildsprache zunehmend vereinfachte und die Farbe als eigenständiges Ausdrucksmittel stärkte. Öl auf Karton war für ihn ein geeignetes Medium, um rasch und direkt zu arbeiten; die matte, geschlossene Oberfläche unterstützt die Klarheit der Formen. Heute befindet sich das Original im Museum Wiesbaden.

Bildkomposition und Details

  • Bildaufbau:Die Figur ist frontal und nahezu symmetrisch angelegt, wodurch eine ruhige, ikonische Wirkung entsteht.
  • Farbigkeit:Rosa und Blau prägen den Gesamteindruck; die Komplementarität belebt die Fläche ohne naturalistische Modellierung.
  • Vereinfachung:Gesicht und Körper sind stark stilisiert, Konturen und Farbflächen ersetzen detailreiche Ausarbeitung.
  • Attribut:Der Fächer verweist dezent auf das Porträtgenre und setzt einen eleganten, gesellschaftlichen Akzent.

Bedeutung

„Dame mit Fächer“ zeigt Jawlenskys Weg vom Porträt zur expressiven Typisierung. Das Bild wirkt zugleich persönlich und überzeitlich und macht deutlich, wie der Künstler das traditionelle Bildnis in eine moderne, farbbetonte Form überführte.

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