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Weitere Informationen zu: Edvard Munchs „Das Biest“

Mit offenem, wild fallendem Haar und ruhigem, direktem Blick sitzt die Frau dem Betrachter gegenüber. Zwischen Anziehung und stiller Bedrohung entfaltet das Bildnis eine unmittelbare Präsenz.

Entstehungshintergrund

Munch malte das Werk 1901, in einer Zeit, in der er sich wiederholt mit dem Motiv der Femme fatale auseinandersetzte, das seit den 1890er Jahren immer wieder in seinem Werk erscheint. Der Titel „Das Biest“ wurde dem Bild erst später gegeben. Das Gemälde gehört heute zur Sammlung des Sprengel Museums in Hannover.

Bildkomposition und Details

  • Haar: Das dicht gewellte, offen fallende Haar umschließt Gesicht und Schultern wie eine eigene Form.
  • Blick: Der direkte, ruhige Blick sucht unmittelbar den Kontakt zum Betrachter.
  • Farbkontrast: Warme Gelb- und Rosatöne der Haut stehen kräftigen Grün- und Blautönen des Grundes gegenüber.
  • Bildausschnitt: Die enge, halbfigurige Anlage rückt die Figur nah an den Betrachter heran.

Bedeutung

Das Bildnis steht in der Reihe von Munchs Auseinandersetzungen mit der Femme fatale und zeigt seine anhaltende Faszination für die ambivalente Wirkung weiblicher Präsenz.

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