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Weitere Informationen zu: Jacob Jordaenss „Das Bohnenfest“

Jacob Jordaens verdichtet in „Das Bohnenfest“ das Dreikönigsfest zu einer farbkräftigen, lebendigen Szene voller Bewegung und Ausdruck. Das große Gesellschaftsbild zeigt Essen, Trinken und ausgelassene Gesten als Teil eines festlichen Brauchs, der zugleich unterhaltsam und kulturgeschichtlich bedeutsam ist.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand um 1660 und gehört in die späte Schaffensphase des flämischen Barockmalers Jacob Jordaens. Das Ölbild auf Leinwand wird heute den Staatlichen Kunstsammlungen Kassel zugeschrieben; mit seinem großen Querformat entfaltet es die Wirkung eines monumentalen Festpanoramas. Jordaens greift hier ein in den Niederlanden und Flandern verbreitetes Brauchtum auf, das religiöse Tradition und häusliche Geselligkeit miteinander verbindet.

Bildkomposition und Details

  • FesttafelDie dicht besetzte Tischgruppe bildet das Zentrum der Szene und bündelt die Blickführung.
  • FarbigkeitWarme Braun-, Rot- und Ockertöne bestimmen den Gesamteindruck und verstärken die körperliche Nähe.
  • FigurenfülleUnterschiedliche Gesten, Mimik und Blickkontakte erzeugen die Wirkung von Lebendigkeit und Spontaneität.
  • BrauchtumDas Motiv des Bohnenkönigs verankert das Bild fest im Kontext des Dreikönigs- und Kalenderbrauchtums.

Bedeutung

„Das Bohnenfest“ ist mehr als eine fröhliche Genreszene: Jordaens zeigt Gemeinschaft als heiteren Ausnahmezustand, in dem Ordnung und Ausgelassenheit ineinander übergehen. Gerade diese Mischung aus Beobachtung, Humor und barocker Überfülle macht das Werk bis heute so eindrücklich.

Beratung und individuelle Anfragen

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