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Weitere Informationen zu: Edvard Munchs „Das kranke Kind“ (1925)

In leuchtendem Grün und Rot verschmelzen Bett, Mädchen und trauernde Mutter zu einem pulsierenden Farbgeflecht. Die Trauer des Motivs bleibt spürbar, doch die Malweise wirkt hier befreiter und intensiver als in den früheren Fassungen.

Entstehungshintergrund

Munch malte diese Version 1925, fast vierzig Jahre nach der ersten Fassung von 1885/86, die vom frühen Tod seiner Schwester Sophie an Tuberkulose geprägt war. Insgesamt schuf er sechs gemalte Fassungen des Motivs zwischen 1885 und 1926. Das Gemälde gehört heute zur Sammlung des Munch-Museums in Oslo.

Bildkomposition und Details

  • Figuren: Das blasse, rothaarige Mädchen und die dunkel gekleidete, gebeugte Frau bilden das emotionale Zentrum.
  • Pinselführung: Schwungvolle, fast aufgelöste Striche lassen Bett und Raum ineinanderfließen.
  • Farbklang: Kühles Grün und Türkis treffen auf warme Rotakzente an Wand und Kissen.
  • Licht: Ein heller Lichtschein hinter dem Kopfkissen setzt einen stillen, fast sakralen Akzent.

Bedeutung

Als späte Fassung eines seiner zentralen Lebensthemen zeigt das Bild, wie Munch Trauer und Erinnerung Zeit seines Lebens immer wieder neu durchdrang.

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