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Weitere Informationen zu: Edvard Munchs „Das Sterbezimmer, 1915“

Ein enger Raum, in dem sich Gestalten aus Weiß, Schwarz und Braun um eine Mitte der Trauer gruppieren. Die Farbe trägt das Drama, nicht die Erzählung.

Entstehungshintergrund

Das Thema des Sterbezimmers beschäftigte Munch von den 1890er-Jahren an in mehreren Fassungen. Die Version von 1915 entstand als Öl auf Leinwand in seiner späteren Schaffensphase und wird im Munchmuseet in Oslo aufbewahrt. Sie greift die frühere Komposition auf, löst sie aber in freiere, breitere Pinselstriche auf.

Bildkomposition und Details

  • Figurengruppe: Die helle Gestalt links und die schwarz gekleidete Frau rechts rahmen die kauernde Figur in der Mitte.
  • Wandfläche: Orange und Rot mit dunklen Flecken bilden einen unruhigen, flirrenden Hintergrund.
  • Raumtiefe: Eine Treppe und ein Fenster deuten den Innenraum nur knapp an.
  • Malweise: Der Farbauftrag ist dünn und offen, die Leinwand scheint stellenweise durch.

Bedeutung

Das Bild zeigt, wie Munch ein frühes Trauma über Jahrzehnte immer wieder neu befragte und dabei zunehmend die Farbe selbst zum Träger von Gefühl machte.

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