Zum Inhalt springen
Kostenloser Versand nach Deutschland

Weitere Informationen zu: Pieter Bruegel der Älteres „Den Mantel nach dem Wind hängen“

Mit „Den Mantel nach dem Wind hängen“ verdichtet Pieter Bruegel der Ältere ein bekanntes Sprichwort zu einer scharf beobachteten Szene. Die kleine Rundform bündelt die Aussage auf wenigen Figuren und Gesten; gerade daraus gewinnt das Blatt seine pointierte Wirkung.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand um 1558/59 in der Spätphase von Bruegels Schaffen und gehört zu einer Reihe von zwölf bemalten Tondi mit flämischen Sprichwörtern und Redensarten. Die Arbeit ist heute im Museum Mayer van den Bergh in Antwerpen überliefert und zeigt Bruegels Interesse an volkstümlicher Lebensweisheit, moralischer Deutung und anschaulicher Erzählung. Die malerische Ausführung auf Holz in kleinem Format verstärkt den Charakter eines gelehrten Bildwitzes.

Bildkomposition und Details

  • Tondo-Form: Die runde Bildfläche zwingt die Szene in eine geschlossene Ordnung und lenkt den Blick unmittelbar auf die zentrale Handlung.
  • Figur und Geste: Der Mann wird im Moment des Umorientierens erfasst; seine Bewegung macht die Redensart ohne Worte verständlich.
  • Farbigkeit: Bruegel setzt vor allem gedämpfte Braun-, Grau- und Ockertöne ein, die den moralischen, nüchternen Ton des Motivs unterstreichen.
  • Bedeutungsträger: Wind und Mantel werden zu Bildzeichen für Anpassung und Opportunismus, also für ein Verhalten, das sich dem jeweiligen Vorteil beugt.

Bedeutung

Bruegel zeigt hier, wie eng im 16. Jahrhundert Bildkunst, Sprache und Moral verbunden sein konnten. „Den Mantel nach dem Wind hängen“ ist nicht nur eine Illustration eines Sprichworts, sondern eine bis heute verständliche Beobachtung menschlicher Schwäche.

Beratung und individuelle Anfragen

Sie suchen ein bestimmtes Kunstwerk oder haben besondere Wünsche? Gerne unterstützen wir Sie persönlich bei der Auswahl und helfen Ihnen dabei, das passende Motiv für Ihr Zuhause oder Ihr Projekt zu finden.

Zum Kontakt