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Weitere Informationen zu: William Turners „Der Lauerzer See mit den Mythen“

Zwischen zwei steilen Bergflanken öffnet sich der Blick auf einen See im Mondlicht. Der Himmel scheint selbst Teil des Gebirges zu werden, so fließend gehen Wolken und Felsen ineinander über.

Entstehungshintergrund

Turner reiste in seinen späten Jahren mehrfach in die Schweiz und hielt Seen und Berge in großformatigen Aquarellen fest. Laut Bildunterschrift trägt das Blatt den Titel „Lake of Brienz“ mit dem Zusatz „The Lauerzer See, with the Mythens“; die Datierung um 1848 ist eine Schätzung. Das Aquarell auf Papier misst 36,8 × 54 cm und befindet sich im Victoria and Albert Museum in London.

Bildkomposition und Details

  • Mond: Der helle Mond im blauen Wolkenfeld bildet einen kleinen, kraftvollen Gegenpunkt zur Landschaft.
  • Burghügel: Links erhebt sich ein Hügel mit Turm, in warmen Rosttönen gemalt.
  • Hirte mit Herde: Die winzigen Figuren am Ufer verdeutlichen die Größe der Berge.
  • Farbspiel: Orange und Blau durchdringen sich in lockeren, nassen Lasuren.

Bedeutung

Das Blatt steht für Turners späte Schweizer Aquarelle, in denen die Natur zu reiner Farbstimmung wird und die später den Weg zur Moderne weisen.

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