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Weitere Informationen zu: Édouard Manets „Die Amazone“

Streng in Schwarz gekleidet und mit Zylinder auf dem Kopf blickt die junge Reiterin direkt aus dem Bild. Der skizzenhafte blaue Hintergrund lässt ihre Silhouette klar hervortreten.

Entstehungshintergrund

Manet malte das Bildnis 1883, im letzten Jahr seines Lebens, als er trotz fortschreitender Krankheit weiter an kleinformatigen Porträts arbeitete. Reitkostüme waren in den 1880er Jahren ein beliebtes Motiv der eleganten Pariser Gesellschaft. Das Werk gehört heute zur Sammlung Villa Flora in Winterthur.

Bildkomposition und Details

  • Haltung: Die aufrechte, aus der Hüfte leicht gedrehte Pose verleiht der Figur selbstbewusste Präsenz.
  • Kleidung: Das strenge schwarze Reitkostüm mit Zylinder und Handschuhen ist in wenigen kräftigen Strichen angelegt.
  • Gerte: Die schmale Reitgerte in der Hand verweist auf die sportliche Rolle der Dargestellten.
  • Hintergrund: Locker gemaltes Blau ohne erkennbaren Raum lässt die Figur freistehend wirken.

Bedeutung

Das Bildnis zählt zu Manets letzten Werken und zeigt seine zunehmend reduzierte, unmittelbare Malweise am Ende seines Schaffens.

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