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Weitere Informationen zu: Egon Schieles „Die kleine Stadt II“

Mit „Die kleine Stadt II“ verdichtet Egon Schiele die Ansicht von Krumau zu einem konzentrierten Bild aus Häusern, Flusslauf und steilen Flächen. Die Stadt wirkt zugleich vertraut und entrückt: eng gestaffelt, still und von einer besonderen inneren Spannung getragen.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1913 in Öl auf Leinwand und steht im Zusammenhang mit Schieles wiederholter Auseinandersetzung mit Krumau, der böhmischen Stadt an der Moldau. Heute befindet sich das Bild im Leopold Museum in Wien. Schiele löst das konkrete Stadtmotiv von der reinen Topographie und formt daraus eine expressiv zugespitzte Komposition.

Bildkomposition und Details

  • Verdichtung:Die Häuserzeile ist eng zusammengerückt und bildet einen nahezu geschlossenen Block im Bildzentrum.
  • Perspektive:Schiele arbeitet mit schrägen Kanten und unruhigen Fluchten, wodurch die Stadt leicht aus dem Gleichgewicht gerät.
  • Farbigkeit:Gedämpfte Grau- und Blautöne bestimmen den Gesamteindruck und verstärken die kühle, distanzierte Wirkung.
  • Raumwirkung:Der Fluss und die umgebenden Flächen ordnen das Motiv, ohne ihm Ruhe zu geben; alles bleibt in Bewegung.

Bedeutung

„Die kleine Stadt II“ zeigt Schieles Fähigkeit, ein reales Ortsbild in eine existenzielle Formensprache zu überführen. Gerade die Verbindung von Architektur und expressiver Unruhe macht das Werk zu einer eindringlichen Stadtansicht des frühen 20. Jahrhunderts.

Beratung und individuelle Anfragen

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