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Weitere Informationen zu: Füsslis „Die Nachthexe besucht die lappländischen Hexen“

Aus dem Halbdunkel tritt eine wuchtige Gestalt hervor, das Kind hell wie eine Lichtquelle in ihrem Schoß. Füssli lässt Faszination und Schauder ineinander übergehen und macht die Szene zu einem Schaustück der Phantastik.

Entstehungshintergrund

Das Gemälde entstand 1796 in London als Nr. 8 der Milton-Galerie, mit der Füssli ab 1799 seine Bilder nach dem Epos „Paradise Lost“ öffentlich ausstellte. Als Vorlage nennt die Caption Buch II, Verse 662 bis 666. Das Öl auf Leinwand befindet sich heute im Metropolitan Museum of Art in New York.

Bildkomposition und Details

  • Nachthexe: Die pelzbedeckte, massige Figur dominiert die linke Bildhälfte.
  • Kind: Der helle Säugling im Schoß bildet den stärksten Kontrast zu den dunklen Tönen.
  • Dolch: Am rechten Rand ragt eine erhobene Klinge ins Bild und deutet Gefahr an.
  • Himmel: Im Dunst am Horizont ziehen schemenhafte Reiter vorüber.

Bedeutung

Das Werk steht für Füsslis Vorliebe für das Übernatürliche und für den Anspruch der Milton-Galerie, englische Dichtung in eigenständige monumentale Malerei zu verwandeln.

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