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Weitere Informationen zu: Ferdinand Hodlers „Die Schlacht bei Murten“

Ferdinand Hodlers „Die Schlacht bei Murten“ verbindet historische Erinnerung mit monumentaler Bildsprache. Das Kriegsgeschehen erscheint nicht als Momentaufnahme, sondern als streng geordnete, nahezu symbolische Komposition mit großer dramatischer Wucht.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1917 als Öl auf Leinwand und gehört zu Hodlers späten, großformatigen Historienbildern. Es ist als Karton für ein Fresko im Schweizerischen Landesmuseum in Zürich konzipiert worden, blieb jedoch unausgeführt. Heute befindet sich das Werk im Musée d’Art et d’Histoire in Genf, wo es in seinem kunst- und kulturhistorischen Kontext besonders gut lesbar wird.

Bildkomposition und Details

  • Monumentaler Aufbau:Die Szene breitet sich panoramatisch aus und erinnert in ihrer Ordnung an einen historischen Fries.
  • Bewegung der Figuren:Reiter, Lanzen und Körperformen sind rhythmisch gestaffelt und lenken den Blick quer durch das Bild.
  • Farbklang:Hodler setzt auf gedämpfte Braun- und Rottöne, die dem Kampfgeschehen eine schwere, erdverbundene Wirkung geben.
  • Historische Verdichtung:Statt detailreicher Schlachtenschilderung entsteht ein konzentriertes Bild nationaler Erinnerung.

Bedeutung

„Die Schlacht bei Murten“ zeigt, wie Hodler Geschichte in eine zeitlose, heroische Form übersetzt. Das Werk steht exemplarisch für seine späte Historienmalerei und für den Anspruch, kollektive Vergangenheit in eine klare, eindringliche Bildsprache zu verwandeln.

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