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Weitere Informationen zu: Henri de Toulouse-Lautrecs „Die tätowierte Frau“

Zwei Frauen bei der Toilette, festgehalten in einem beiläufigen Augenblick: Die Vordere blickt gesenkt zur Seite, die Zweite steht dicht hinter ihr. Grün überzieht Kleid, Wand und Umgebung und lässt das Rot der Bänder umso stärker hervortreten.

Entstehungshintergrund

Toulouse-Lautrec schuf das Bild 1893/94 in Paris, in den Jahren seiner intensiven Beschäftigung mit dem Leben der Frauen in den Maisons closes. Er arbeitete mit verdünnter Ölfarbe („peinture à l'essence“) auf Karton, einer Technik, die rasches, skizzenhaftes Malen erlaubt. Das Werk befindet sich in Privatbesitz.

Bildkomposition und Details

  • Tätowierung: Am Oberarm der vorderen Frau zeichnet sich ein kleines Motiv ab, das dem Bild seinen Titel gibt.
  • Farbklang: Grüntöne bestimmen die Fläche, Rot setzt Akzente an Band, Haar und Rocksaum.
  • Kartongrund: Der unbemalte braune Karton bildet die Hautpartien und gibt dem Blatt seine warme Grundstimmung.
  • Frisiertisch: Ein Spiegel und Gläser am linken Rand deuten den Ort des Geschehens an.

Bedeutung

Das Bild zeigt exemplarisch Lautrecs nüchternen, mitfühlenden Blick auf ein Milieu, das die Kunst seiner Zeit selten so unmittelbar darstellte.

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