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Weitere Informationen zu: Dorothea Mätzel-Johannsens „Drei Mädchen am Wasser I“

Das Motiv verbindet Landschaft, Körper und Stimmung zu einer stillen, zugleich spannungsvollen Szene. Dorothea Mätzel-Johannsen zeigt drei junge Frauen am Wasser nicht als klassisches Bad, sondern als Moment des Innehaltens zwischen Nähe, Scham und Naturerfahrung.

Entstehungshintergrund

„Drei Mädchen am Wasser I“ entstand 1918 und gehört in die Phase des deutschen Expressionismus, in der viele Künstlerinnen und Künstler nach konzentrierten, seelisch aufgeladenen Bildlösungen suchten. Dorothea Mätzel-Johannsen arbeitet hier mit Öl auf Leinwand und verdichtet das Thema der weiblichen Nacktheit zu einer modernen, formal klaren Komposition. Das Werk ist heute als Privatbesitz verzeichnet und zeigt gut, wie die Künstlerin die Motive von See, Lichtung und Figur miteinander verschränkt.

Bildkomposition und Details

  • Figurenanordnung:Die drei Mädchen sind eng aufeinander bezogen und bilden ein ruhiges, fast skulpturales Gefüge im Bildraum.
  • Farbklima:Grün- und Blautöne prägen die Szene und verbinden Wasser, Vegetation und Körper zu einer einheitlichen Atmosphäre.
  • Flächigkeit:Mätzel-Johannsen reduziert Formen und vermeidet detailreiche Ausführung; dadurch gewinnt das Bild an expressiver Klarheit.
  • Stimmung:Zwischen offener Natur und der Verletzlichkeit des Aktes entsteht eine leise Spannung, die das Motiv psychologisch auflädt.

Bedeutung

Das Werk ist ein bemerkenswertes Beispiel für Frauenkunst im Umfeld der Hamburger Sezession. Es zeigt, wie sich expressionistische Bildsprache mit einem sensiblen Blick auf Körper, Natur und soziale Wahrnehmung verbinden lässt.

Beratung und individuelle Anfragen

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