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Weitere Informationen zu: Ferdinand Hodlers „Eine arme Seele“

Der alte Mann scheint in sich zusammengesunken, das Gesicht müde in die Hände gebettet. Nur ein Gehstock und ein Glas am Bildrand deuten den Ort an.

Entstehungshintergrund

Das Gemälde entstand um 1890 in Öl auf Leinwand und ist unten rechts signiert und mit 1891 datiert. Es steht in der Zeit, in der Hodler vom Realismus zu symbolistischen Themen wie Vergänglichkeit und Seelenzustand wechselte. Der Aufbewahrungsort ist in der Bildquelle nicht angegeben.

Bildkomposition und Details

  • Haltung: Der gebeugte Oberkörper bildet eine diagonale, in sich geschlossene Form.
  • Hände: Die kräftigen, faltigen Hände am Stock sind ein zentraler Ausdrucksträger.
  • Raum: Ein Stuhl links und ein Tisch mit Glas rechts rahmen die Figur knapp.
  • Farbigkeit: Ein dunkles Blaugrau bestimmt Mantel und Raum, das Gesicht setzt einen warmen Akzent.

Bedeutung

Das Bild ist ein frühes Beispiel für Hodlers Interesse an seelischen Grenzsituationen des Alters. Es ist thematisch mit seinen Darstellungen enttäuschter und lebensmüder Seelen verwandt.

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