Frederic Leighton (1830–1896) war ein britischer Maler und Bildhauer des Viktorianischen Zeitalters, der vor allem für seine idealisierten Historien- und Genreporträts bekannt ist. Geboren in Scarborough, wuchs er in einer kunstinteressierten Familie auf und studierte in Europa, unter anderem in Italien und Frankreich. Leighton verband klassische Komposition, präzise Anatomie und elegante Farbgebung mit einem ausgeprägten Sinn für Harmonie und Ästhetik. Seine Werke zeichnen sich durch eine perfekte Balance zwischen Realismus und idealisierter Schönheit aus, wobei häufig mythologische oder historische Themen im Zentrum stehen.
Neben großformatigen Historienbildern schuf Leighton auch Porträts, Skulpturen und dekorative Werke für öffentliche Gebäude. Als Präsident der Royal Academy spielte er zudem eine zentrale Rolle in der britischen Kunstszene seiner Zeit. Frederic Leighton gilt heute als einer der herausragenden Vertreter des akademischen Kunststils des 19. Jahrhunderts, dessen Werke durch technische Virtuosität, klassische Eleganz und künstlerische Erhabenheit beeindrucken.