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Weitere Informationen zu: Paul Gauguins „Fleurs de tournesols dans un fauteuil II“

In diesem ungewöhnlichen Stillleben verschiebt Paul Gauguin das Blumenmotiv in den Innenraum: Sonnenblumen sitzen förmlich in einem Sessel und werden so zu einem Bild im Bild. Gerade diese überraschende Anordnung macht den Reiz von „Fleurs de tournesols dans un fauteuil II“ aus, denn das Alltägliche kippt ins Symbolische und Dekorative.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1901, also in Gauguins späten Jahren, in denen er mit vereinfachten Formen und leuchtenden Farbflächen arbeitete. Die Komposition ist als Öl auf Leinwand angelegt und gehört zu jener Phase, in der der Künstler Stillleben, Interieur und florale Motive zu poetischen Bildräumen verdichtete. Überliefert ist das Werk in der Staatlichen Ermitage in St. Petersburg.

Bildkomposition und Details

  • Motiv: Die Sonnenblumen erscheinen nicht frei in einer Vase, sondern als geballte, fast ornamentale Gruppe im Sessel.
  • Farbigkeit: Gelbe Blütenköpfe und grüne Blattpartien bestimmen den Eindruck und setzen einen warmen, hellen Akzent.
  • Raumwirkung: Der Raum bleibt reduziert; Gauguin ordnet die Formen flächig und vermeidet eine naturalistische Tiefenstaffelung.
  • Bildidee: Das Zusammenspiel von Möbelstück und Blumenmotiv erzeugt eine subtile Spannung zwischen Interieur und Natur.

Bedeutung

Das Bild zeigt Gauguins Interesse an der Verwandlung des Gegenstands in ein Zeichen. Die Sonnenblumen werden weniger als botanisches Motiv denn als formale und poetische Setzung erlebt, die Ruhe, Präsenz und leichte Fremdheit zugleich ausstrahlt.

Beratung und individuelle Anfragen

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