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Weitere Informationen zu: Alexej von Jawlenskys „Frau mit Stirnlocke“

„Frau mit Stirnlocke“ gehört zu den eindrucksvollsten Porträts Alexej von Jawlenskys und verdichtet das Gesicht einer Frau zu einer fast emblematischen Erscheinung. Die frontal dargestellte Büste wirkt zugleich konzentriert und still, während die Stirnlocke dem Bild einen einprägsamen, persönlichen Akzent verleiht.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1913, in einer Phase, in der Jawlensky seine expressionistische Bildsprache konsequent weiterentwickelte. Mit Öl auf Karton ausgeführt, steht das Blattwerk materiell und formal in enger Nähe zu seinen Porträts aus dem Umfeld des „Blauen Reiters“. Heute befindet sich das Original im Museum Wiesbaden, das wichtige Arbeiten des Künstlers bewahrt.

Bildkomposition und Details

  • Frontalität:Der Kopf ist streng nach vorn ausgerichtet, wodurch das Bild eine unmittelbare, beinahe ikonische Präsenz erhält.
  • Farbklang:Warme Beige- und Brauntöne bestimmen den Gesamteindruck und geben dem Porträt eine erdige, ruhige Grundstimmung.
  • Kontur:Die klare Linienführung fasst die Gesichtszüge zusammen und lenkt den Blick auf die charakteristische Stirnlocke.
  • Verdichtung:Jawlensky verzichtet auf Nebensächliches und konzentriert sich ganz auf Ausdruck, Rhythmus und Flächenwirkung.

Bedeutung

Das Bild zeigt, wie Jawlensky das Porträt vom Abbild zur geistigen Form steigert. „Frau mit Stirnlocke“ verbindet menschliche Nähe mit expressionistischer Distanz und bleibt gerade dadurch im Gedächtnis.

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