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Weitere Informationen zu: Alice Baillys „Jacqueline Marval beim Van-Dongen-Ball“

Eine Frauenfigur in zerklüftetem Weiß und Blau scheint mitten in der Bewegung eines Tanzes gefroren. Um sie herum lösen sich Kleidung und Umraum in kantige, ineinanderfließende Flächen auf.

Entstehungshintergrund

Alice Bailly malte 1914 diese erste Fassung eines Bildnisses der Malerin Jacqueline Marval, das deren Auftritt bei einem Kostümball des Malers Kees van Dongen festhält. Solche Feste zählten vor dem Ersten Weltkrieg zu den geselligen Höhepunkten der Pariser Künstlerszene, in der Bailly selbst fest verankert war. Das Gemälde befindet sich heute in Privatbesitz.

Bildkomposition und Details

  • Kopfschmuck: Ein wehendes blaues Tuch umschließt Kopf und Schulter der Hauptfigur.
  • Kleid: Das cremeweiße Gewand ist in scharf geschnittene, kubistische Flächen zerlegt.
  • Nebenfigur: Links deutet ein rosafarbenes Fragment einen zweiten Ballgast an.
  • Farbkontrast: Kühles Blau-Weiß trifft auf warme Ocker- und Rosatöne im Hintergrund.

Bedeutung

Das Bildnis zeigt Baillys eigenständige Aneignung des Kubismus und dokumentiert zugleich ihre engen Verbindungen zur Pariser Künstlerbohème vor 1914.

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