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Weitere Informationen zu: Füsslis „Königin Mab, Replik“

Ein Schleier wie aus Spinnweben, ein Blick zwischen Spiel und Rätsel: Füssli zeigt die Feenkönigin als verführerische, zugleich entrückte Erscheinung. Die dunkle Gestalt im Hintergrund verleiht der Szene einen Hauch von Groteske.

Entstehungshintergrund

Die Fassung entstand 1795/96 als Replik des Gemäldes Nr. 30 der Milton-Galerie, die Füssli ab 1799 in London zeigte. Vorlage ist Miltons „L’Allegro“, Vers 102. Das Öl auf Leinwand wurde zuletzt beim Zürcher Kunsthändler Pierre Koller nachgewiesen.

Bildkomposition und Details

  • Feenkönigin: Die verschleierte junge Frau mit Kopfschmuck und erhobener Hand steht im hellen Zentrum.
  • Rote Decke: Sie setzt am linken Bildrand einen warmen Farbakzent.
  • Kanne: Ein silbriges Gefäß links wirkt wie ein Stillleben im Halbdunkel.
  • Dunkle Figur: Im Hintergrund rechts lugt ein rotwangiges Gesicht aus dem Schatten.

Bedeutung

Die Replik belegt, wie beliebt Füsslis Milton-Motive waren und wie er seine Erfindungen in Fassungen wiederholte.

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