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Weitere Informationen zu: Alexej von Jawlenskys „Landschaft bei Murnau“

Alexej von Jawlensky verwandelt in „Landschaft bei Murnau“ die oberbayerische Szenerie in ein spannungsreiches Farbgefüge. Häuser, Hügel und Vegetation erscheinen nicht als naturalistische Ansicht, sondern als konzentrierte, expressiv gesteigerte Landschaft mit klarer Bildordnung und leuchtender Wirkung.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1909, in einer Phase, in der Jawlensky sich intensiv mit der Vereinfachung von Form und der Steigerung von Farbe befasste. Die Malerei auf Karton passt zu seinem experimentellen, unmittelbaren Arbeiten jener Jahre. Mit dem Umfeld von Murnau steht das Bild zugleich im Zusammenhang des süddeutschen Expressionismus und des Kreises um den „Blauen Reiter“.

Bildkomposition und Details

  • Aufbau:Die Komposition ordnet Landschaft, Häuser und Himmel in breite, klar voneinander abgegrenzte Zonen.
  • Farbklang:Vorherrschend sind kühle Grün- und Blautöne, die durch kräftige Akzente belebt werden.
  • Formvereinfachung:Konturen und Flächen sind so verdichtet, dass das Motiv fast wie ein farbiges Zeichen erscheint.
  • Raumwirkung:Tiefe entsteht weniger durch Perspektive als durch die Staffelung von Farbflächen und Formen.

Bedeutung

„Landschaft bei Murnau“ zeigt, wie Jawlensky die Landschaft als Träger innerer Stimmung begreift. Gerade darin liegt die eigentliche Modernität des Bildes: Natur wird nicht abgebildet, sondern in Farbe, Rhythmus und Ausdruck übersetzt.

Beratung und individuelle Anfragen

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