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Weitere Informationen zu: Alexej von Jawlenskys „Landschaft bei Murnau“

In „Landschaft bei Murnau“ verdichtet Alexej von Jawlensky die oberbayerische Ortsansicht zu einer farbkräftigen, expressionistischen Komposition. Das Motiv wirkt zugleich vertraut und abstrahiert: Kirche, Häuser und Hügellinien sind klar erkennbar, treten aber hinter die Wirkung von Farbe und Form zurück.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1910, einer Schlüsselphase in Jawlenskys Schaffen und im Umfeld des Blauen Reiters. Mit Öl auf Karton malte er die Landschaft in einer Technik, die die intensive Leuchtkraft der Farben besonders gut trägt. Die heute in der Hilti Art Foundation in Schaan befindliche Arbeit steht für Jawlenskys produktive Auseinandersetzung mit Murnau und der oberbayerischen Landschaft.

Bildkomposition und Details

  • MotivKirche, Häuser und Gelände sind in flächige Zonen gegliedert und bilden ein verdichtetes Ortsbild.
  • FarbigkeitBlau und Grün bestimmen den Eindruck; sie schaffen eine kühle, dennoch lebendige Atmosphäre.
  • RhythmusDie Formen sind vereinfacht und so angeordnet, dass der Blick in das Bild hinein und wieder über die Fläche geführt wird.
  • StilDie Darstellung löst sich von naturalistischer Wiedergabe und setzt auf expressiven Ausdruck statt auf topografische Genauigkeit.

Bedeutung

„Landschaft bei Murnau“ zeigt, wie Jawlensky die Landschaft als Träger innerer Spannung und farblicher Harmonie versteht. Das Bild gehört zu den Werken, in denen die Natur zur modernen, subjektiv verdichteten Bildidee wird.

Beratung und individuelle Anfragen

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