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Weitere Informationen zu: Paul Cézannes „Madame Cézanne au fauteuil jaune“

Das Porträt zeigt Hortense Fiquet, die Ehefrau des Künstlers, in einem gelben Lehnstuhl. Paul Cézanne verbindet in „Madame Cézanne au fauteuil jaune“ stille Konzentration mit einer streng aufgebauten Bildordnung; die Figur wirkt gesammelt, fast zurückgenommen, und bleibt doch von hoher Präsenz.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand um 1888/90 und gehört zu Cézannes reifen Porträts aus seiner Pariser Spätzeit. Öl auf Leinwand und die klare, reduzierte Komposition zeigen sein Interesse an der Konstruktion von Form durch Farbe. Das Bild ist heute in der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel belegt und zählt zu den bekanntesten Darstellungen von Hortense Fiquet.

Bildkomposition und Details

  • Frontalität:Die sitzende Figur ist nahezu zentral angeordnet und wirkt dadurch ruhig und geschlossen.
  • Farbklang:Gelb-, Ocker- und Brauntöne bestimmen den Eindruck; sie schaffen Wärme und eine gedämpfte Atmosphäre.
  • Raum und Form:Cézanne verzichtet auf weiche Übergänge und modelliert den Bildraum durch klare Flächen und Konturen.
  • Ausdruck:Der Blick, die Hände im Schoß und die aufrechte Haltung verleihen dem Porträt eine distanzierte, stille Würde.

Bedeutung

„Madame Cézanne au fauteuil jaune“ zeigt exemplarisch, wie Cézanne das Porträt vom bloßen Abbild zur durchkomponierten Bildform verdichtet. Gerade die Mischung aus persönlicher Nähe und formaler Strenge macht den Reiz dieses Werkes aus.

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