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Weitere Informationen zu: Alexej von Jawlenskys „Mädchen mit grünem Gesicht“

Mit wenigen, energischen Formen verwandelt Alexej von Jawlensky das Porträt in eine konzentrierte Bildfigur. Das grün leuchtende Gesicht, die dunklen Umrisslinien und der ruhige frontale Blick erzeugen eine Spannung, die weit über die bloße Darstellung eines Mädchens hinausgeht.

Entstehungshintergrund

„Mädchen mit grünem Gesicht“ entstand 1910, in einer Phase, in der Jawlensky seine expressionistische Bildsprache konsequent verdichtete. Das Werk ist als Öl auf Karton ausgeführt und gehört zu jenen Porträts, in denen der Künstler das Individuelle zugunsten einer intensiven, farblich aufgeladenen Wirkung zurücknimmt. Heute befindet sich das Gemälde im Art Institute of Chicago.

Bildkomposition und Details

  • Frontalität:Die streng frontale Anlage lenkt den Blick unmittelbar auf das Gesicht und gibt dem Bild eine fast ikonische Präsenz.
  • Farbwirkung:Das Grün des Gesichts bildet den auffälligsten Akzent; es wirkt nicht naturalistisch, sondern seelisch und symbolisch aufgeladen.
  • Konturen:Kräftige, dunkle Linien fassen Augen, Nase und Umrisse und verleihen der Fläche eine klare, fast grafische Ordnung.
  • Reduktion:Der knapp gehaltene Hintergrund vermeidet Ablenkung und steigert die Intensität des Porträts.

Bedeutung

Das Bild zeigt exemplarisch, wie Jawlensky das Porträt im Expressionismus zu einem Träger innerer Empfindung macht. „Mädchen mit grünem Gesicht“ beeindruckt bis heute durch die Verbindung von formaler Strenge, leuchtender Farbe und psychologischer Verdichtung.

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