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Weitere Informationen zu: Auguste Renoirs „Mademoiselle Henriot“

Auguste Renoir zeigt Henriette Henriot in „Mademoiselle Henriot“ als moderne, elegante Erscheinung von großer Unmittelbarkeit. Das Brustbild lebt weniger von erzählerischen Details als von der feinen Balance zwischen Gesichtsausdruck, Licht und der lockeren Stofflichkeit der Malerei.

Entstehungshintergrund

Das Porträt entstand 1876, in einer Phase, in der Renoir die Darstellung zeitgenössischer Frauenfiguren besonders intensiv beschäftigte. Das Werk gehört stilistisch klar in den Impressionismus: Der Maler arbeitete mit freien Pinselzügen, hellen Tönen und einer offenen, vibrierenden Oberfläche. Überliefert ist das Bild heute in der Sammlung Oskar Reinhart in Winterthur.

Bildkomposition und Details

  • Bildschnitt:Renoir wählt ein enges Brustbild, das Henriot unmittelbar an den Betrachter heranrückt und dem Porträt eine persönliche Präsenz gibt.
  • Farbklang:Rosa, Blau und helle, gebrochene Nuancen bestimmen den Gesamteindruck und verleihen der Darstellung eine freundliche, lichte Stimmung.
  • Oberfläche:Die sichtbare, bewegte Pinselführung löst Konturen partiell auf und lässt Haut, Stoff und Hintergrund miteinander in Beziehung treten.
  • Ausdruck:Der ruhige Blick und die zurückhaltende Mimik verleihen „Mademoiselle Henriot“ eine Mischung aus Eleganz und Selbstbewusstsein.

Bedeutung

Das Bild verbindet Porträtkunst und moderne Lebenswelt des späten 19. Jahrhunderts. Renoir formt aus einer konkreten Person ein Bild weiblicher Gegenwart, das durch seine Leichtigkeit und Genauigkeit bis heute fasziniert.

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