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Weitere Informationen zu: Alexei von Jawlenskys „Marianne von Werefkin im Profil“

Das Porträt zeigt Marianne von Werefkin in strenger Profilansicht und konzentriert die Wirkung ganz auf ihre markante Erscheinung. Jawlensky verbindet die individuelle Physiognomie mit einer fast ikonischen Ruhe; besonders der gelbe Hut und die klaren Farbflächen prägen den Bildcharakter.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand um 1905, also in einer Phase, in der sich Alexej von Jawlensky vom akademischen Bildnis zunehmend zu einer expressiveren, verdichteten Formensprache bewegte. Das Öl auf Karton ist dem Umfeld der modernen Porträtkunst zuzurechnen und verweist bereits auf jene Vereinfachung und Farbintensität, die später für den Expressionismus wichtig wurde. Überliefert ist das Bild im Museo Comunale d’Arte Moderna in Ascona.

Bildkomposition und Details

  • Profil: Die seitliche Ansicht bündelt die Aufmerksamkeit auf Kontur, Haltung und Ausdruck.
  • Farbklang: Gelb und Blau bestimmen den Gesamteindruck und schaffen eine starke, klare Spannung.
  • Reduktion: Der Hintergrund bleibt ruhig, sodass Kopf und Kleidung plastisch hervortreten.
  • Psychologie: Trotz der formalen Strenge wirkt das Bild persönlich und aufmerksam beobachtet.

Bedeutung

„Marianne von Werefkin im Profil“ verbindet Porträtkunst mit moderner Farbgestaltung und zeigt, wie Jawlensky das Menschenbild des 20. Jahrhunderts erneuerte. Das Werk ist nicht nur ein Bildnis, sondern auch ein Statement für die expressive Verdichtung von Form und Farbe.

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