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Weitere Informationen zu: Ferdinand Hodlers „Mein Selbstbildnis“

Ferdinand Hodler zeigt sich in „Mein Selbstbildnis“ mit einer eindringlichen Ruhe, die sofort fesselt. Das Porträt konzentriert sich ganz auf den Kopf und die Präsenz des Künstlers; alles Unnötige ist ausgeblendet, damit der Blick auf Gesichtsausdruck und innere Spannung fällt.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1915, in Hodlers später Schaffensphase, in der er zu besonders klaren, verdichteten Bildlösungen fand. Das kleine Ölbild auf Leinwand ist heute in der Stiftung Kunst, Kultur und Geschichte in Küsnacht überliefert. Hodler, einer der bedeutendsten Schweizer Künstler des Jugendstils, verbindet hier Selbstbeobachtung mit einer formalen Strenge, die für seine späten Porträts charakteristisch ist.

Bildkomposition und Details

  • Frontalität:Der Kopf ist beinahe streng von vorn gesehen, wodurch eine unmittelbare, selbstbewusste Präsenz entsteht.
  • Reduktion:Ein dunkler Hintergrund hält das Bildfeld ruhig und lenkt die Aufmerksamkeit vollständig auf die Physiognomie.
  • Farbigkeit:Braune und graue Töne bestimmen den Gesamteindruck und verleihen dem Werk eine stille, ernste Atmosphäre.
  • Ausdruck:Die knappe Modellierung des Gesichts betont Hodlers Interesse an psychologischer Verdichtung statt an äußerem Glanz.

Bedeutung

„Mein Selbstbildnis“ wirkt wie eine konzentrierte Selbstbefragung. Das Bild vereint die Klarheit des Jugendstils mit einer existenziellen Ernsthaftigkeit, die Hodlers späte Kunst besonders eindrucksvoll macht.

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