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Weitere Informationen zu: Alexej von Jawlenskys „Mädchenkopf“

„Mädchenkopf“ gehört zu den konzentrierten Bildnissen, mit denen Alexej von Jawlensky das Porträt in eine fast ikonische Form überführte. Das frontal dargestellte Gesicht wirkt ruhig und geschlossen, zugleich aber von innerer Spannung getragen. Gerade diese Verbindung aus Vereinfachung und Ausdruck macht das Werk so markant.

Entstehungshintergrund

Das 1918 entstandene Blatt ist ein charakteristisches Beispiel für Jawlenskys späte Auseinandersetzung mit dem menschlichen Antlitz. Öl und Bleistift auf papierbeschichtetem Karton verbinden malerische Fläche mit zeichnerischer Kontur; das Werk befindet sich in der Sammlung Karl und Jürg Im Obersteg in der Schweiz. In dieser Phase verdichtete der Künstler sein Interesse an geistigen Bildformen, die über das rein Äußerliche hinausweisen.

Bildkomposition und Details

  • Frontalität:Der Kopf ist streng von vorn gesehen und fast symmetrisch aufgebaut, was dem Bild eine ruhige, monumentale Präsenz verleiht.
  • Farbklang:Dunkle Blau-, Braun- und Grautöne bestimmen die Oberfläche und lassen die Gesichtszüge aus der Fläche hervortreten.
  • Reduktion:Jawlensky verzichtet auf erzählerische Details; Augen, Nase und Mund bleiben klar, aber stark vereinfacht.
  • Wirkung:Die Mischung aus Linie, Lasur und pastoseren Partien erzeugt eine stille, zugleich intensive Ausstrahlung.

Bedeutung

Als „Mädchenkopf“ steht das Werk exemplarisch für Jawlenskys Suche nach einer spirituell aufgeladenen Porträtkunst. Das Bild verwandelt Individualität in eine allgemeine, zeitlose Form menschlicher Präsenz.

Beratung und individuelle Anfragen

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