Han Gan (ca. 706–783) war ein herausragender chinesischer Maler der Tang-Dynastie, der besonders für seine Pferdebilder berühmt ist. Geboren in Chang’an, der Hauptstadt des Tang-Reiches, war Han Gan ein Schüler des Malers Wu Daozi und entwickelte einen Stil, der Präzision, Lebendigkeit und Ausdruckskraft in idealer Weise vereinte. Seine Werke zeichnen sich durch feine Linienführung, dynamische Komposition und ein tiefes Verständnis für Anatomie und Bewegung der Tiere aus.
Han Gan malte vor allem Pferde im kaiserlichen Auftrag und galt als Meister darin, Charakter, Kraft und Eleganz seiner Motive einzufangen. Seine Bilder beeinflussten über Jahrhunderte die chinesische Tiermalerei und wurden als Paradebeispiele für die Verbindung von Technik, Naturbeobachtung und künstlerischem Ausdruck geschätzt. Heute gilt Han Gan als einer der bedeutendsten Maler der Tang-Dynastie, dessen Arbeiten das Idealbild des Pferdes in der chinesischen Kunstgeschichte prägten.