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Weitere Informationen zu: Berthe Morisots „Paule Gobillard im Ballkleid“

Ein hellblaues Kleid scheint sich fast im Bildgrund aufzulösen, nur das ruhige Gesicht der jungen Frau bleibt klar erkennbar. Das Porträt wirkt wie ein flüchtiger Blick, kurz bevor ein Fest beginnt.

Entstehungshintergrund

Morisot malte das Bildnis 1887 und porträtierte darin ihre Nichte Paule Gobillard, Tochter ihrer Schwester Yves Gobillard-Morisot. Familienmitglieder gehörten zu den bevorzugten Modellen der Künstlerin, die ihre Werke meist im vertrauten häuslichen Umfeld schuf. Das Gemälde befindet sich heute in Privatbesitz.

Bildkomposition und Details

  • Kleid: Das hellblaue Ballkleid ist in breiten, transparenten Pinselzügen fast skizzenhaft angelegt.
  • Schmuck: Ein kleiner Strauß rosafarbener Rosen am Gürtel setzt einen zarten Farbakzent.
  • Haltung: Die junge Frau sitzt aufrecht und ruhig, den Blick leicht zur Seite gewandt.
  • Farbklang: Kühles Blau und warmes Beige des Hintergrunds rahmen die helle Erscheinung der Figur.

Bedeutung

Das Porträt zeigt Morisots Gespür für die Darstellung junger Frauen im Moment stiller, gesellschaftlicher Erwartung und gehört zu ihren eindrucksvollen Familienbildnissen.

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