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Weitere Informationen zu: Paul Gauguins „Portrait de l'artiste“

In diesem Selbstbildnis begegnet uns Paul Gauguin mit konzentrierter, fast unbewegter Präsenz. Die Verbindung aus Porträt und Bild-im-Bild-Motiv verleiht dem Werk eine besondere Spannung: Der Blick des Künstlers wirkt geschlossen, während der Hintergrund auf ein anderes, vieldeutiges Bild verweist.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand um 1893/94, in Gauguins reifer Schaffensphase. Öl auf Leinwand, im kleinen Format von 46 × 38 cm, zeigt es den Künstler in einer kompakten, intimen Inszenierung; das Gemälde gehört heute zum Musée d’Orsay in Paris. Gauguin löst sich hier deutlich vom konventionellen Salonporträt und entwickelt eine symbolisch verdichtete Bildsprache.

Bildkomposition und Details

  • Selbstinszenierung:Gauguin stellt sich frontal und ernst dar; die Körpersprache bleibt zurückgenommen, der Gesichtsausdruck beherrscht.
  • Bild im Bild:Der Hintergrund mit „Manao Tupapau“ erweitert das Selbstbildnis um eine zweite Bedeutungsebene und verweist auf Gauguins eigenes Werk.
  • Farbklang:Braune, ockerne und blaue Töne dominieren und schaffen eine stille, leicht spannungsvolle Atmosphäre.
  • Verdichtung:Der enge Bildausschnitt lenkt die Aufmerksamkeit ganz auf Kopf, Mütze und Gesicht, wodurch das Porträt besonders unmittelbar wirkt.

Bedeutung

„Portrait de l'artiste“ zeigt Gauguins Interesse an psychologischer Verdichtung und symbolischer Überhöhung des Selbstporträts. Das Werk steht exemplarisch für seine moderne, subjektive Kunstauffassung im Umfeld des Post-Impressionismus.

Beratung und individuelle Anfragen

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