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Weitere Informationen zu: Edvard Munchs „Professor Daniel Jacobson“

Edvard Munch verdichtet in „Professor Daniel Jacobson“ die Erscheinung einer einzelnen Person zu einem psychologisch aufgeladenen Bildnis. Die stehende Figur wirkt konzentriert und selbstbewusst; zugleich bleibt der Ausdruck offen und vieldeutig, was dem Werk seine besondere Spannung gibt.

Entstehungshintergrund

Das Porträt entstand 1909, in einer Phase, in der Munch sich intensiv mit Bildnissen und der Darstellung charaktervoller Persönlichkeiten befasste. Das Werk ist als Öl auf Leinwand ausgeführt und gehört zu den Arbeiten, die die psychologische Seite des Porträts betonen. Überliefert ist es im Munch-Museet in Oslo, einem wichtigen Bezugspunkt für das späte Schaffen des Künstlers.

Bildkomposition und Details

  • Ganzfigur:Die Figur ist in voller Höhe gezeigt und füllt das Hochformat weitgehend aus, wodurch eine unmittelbare Präsenz entsteht.
  • Gestik:Die Hände in die Hüften gestemmt verleihen dem Porträtierten eine markante, selbstsichere Haltung.
  • Farbigkeit:Munch arbeitet mit gedeckten Beige- und Brauntönen, die den Eindruck von Ernst und Konzentration verstärken.
  • Blickführung:Durch die schmale Komposition und die klare Kontur wird der Blick ohne Ablenkung auf die Person gelenkt.

Bedeutung

Das Bild ist weniger eine äußerliche Ähnlichkeitsstudie als eine Charakterdarstellung im Geist des Expressionismus. Munch macht die innere Spannung eines Menschen sichtbar und verwandelt das Porträt in eine psychologische Begegnung.

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