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Weitere Informationen zu: Alexej von Jawlenskys „Rêve d'or“

„Rêve d'or“ zeigt Alexej von Jawlensky auf dem Weg zu einer radikal verdichteten Bildsprache. Das Werk wirkt weniger wie eine Landschaft als wie eine farbige Erinnerung daran: still, konzentriert und zugleich von innerer Spannung erfüllt.

Entstehungshintergrund

Das 1918 entstandene Blatt gehört in die produktive Schweizer Phase des Künstlers, der sich während des Ersten Weltkriegs in Ascona und zuvor am Genfer See aufhielt. Jawlensky arbeitete auf Papier mit Leinenprägung und übertrug die Komposition auf Karton, wodurch die Fläche eine besondere Präsenz erhält. Das Werk steht im Zusammenhang seiner Serien und Variationen, in denen er Naturerfahrung in eine zunehmend abstrakte Form übersetzte.

Bildkomposition und Details

  • Flächenordnung:Die Komposition ist aus fest gefügten Farbpartien gebaut, die ein ruhiges, aber spannungsreiches Gleichgewicht erzeugen.
  • Reduktion:Ovale, Kreise, Linien und Punkte ersetzen die gegenständliche Darstellung und lösen das Motiv in Zeichen auf.
  • Farbklang:Goldene und blaue Töne bestimmen den Gesamteindruck; sie verleihen dem Bild Leuchtkraft und Tiefe.
  • Bildrand:Der schmale dunkle Rahmen fasst die Komposition und verstärkt ihre innere Geschlossenheit.

Bedeutung

„Rêve d'or“ ist ein prägnantes Beispiel für Jawlenskys Weg vom sichtbaren Naturmotiv zur spirituell aufgeladenen Abstraktion. Das Werk zeigt, wie Farbe bei ihm zum eigentlichen Träger von Empfindung und Bildidee wird.

Beratung und individuelle Anfragen

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