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Weitere Informationen zu: Kurt Günthers „Ria - die Robbenschildkröte“

Das Blatt zeigt eine sitzende Frau in einer nach innen gekehrten, zugleich sehr kontrollierten Haltung. Kurt Günther verdichtet das Motiv zu einem Porträt von großer Ruhe, in dem Gestik, Blick und Körperhaltung die eigentliche Spannung erzeugen.

Entstehungshintergrund

„Ria - die Robbenschildkröte“ entstand 1927 und gehört in die späten 1920er Jahre, als die Neue Sachlichkeit in der deutschen Kunst besonders prägnant war. Das Werk ist als Aquarell ausgeführt und wird in der Kunstgalerie Gera verwahrt. Günther verbindet hier eine klare zeichnerische Fassung mit einer zurückhaltenden, dennoch charaktervollen Farbigkeit.

Bildkomposition und Details

  • HaltungDie sitzende Figur mit überschlagenen Beinen und aufgestütztem Kopf bildet das Zentrum der Komposition.
  • FarbtonBeige-, Braun- und Graunuancen bestimmen den Gesamteindruck und geben dem Bild eine gedämpfte, elegante Wirkung.
  • KonturDie präzise Linienführung schärft das Porträt und unterstreicht den sachlichen Zugriff des Künstlers.
  • WirkungZwischen Distanz und Intimität entsteht eine stille Spannung, die für Günthers Figurenbildnisse typisch ist.

Bedeutung

Das Werk zeigt exemplarisch, wie die Neue Sachlichkeit Persönlichkeit ohne Sentimentalität erfassen kann. Gerade in der konzentrierten Reduktion liegt die nachhaltige Wirkung von „Ria - die Robbenschildkröte“.

Beratung und individuelle Anfragen

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