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Weitere Informationen zu: Félix Vallottons „Ruggero befreit Angelica“

Ein Ritter auf einem geflügelten Ross stürzt vom Himmel auf ein grünes Seeungeheuer herab, während am Strand eine Frau tief schläft. Die Szene verbindet dramatisches Geschehen mit lautloser Ruhe.

Entstehungshintergrund

Vallotton malte das Bild 1907 nach dem zehnten Gesang von Ariosts „Orlando furioso“, in dem Ruggero die an einen Felsen gefesselte Angelica vor einem Meeresungeheuer rettet. Das Gemälde in Öl auf Leinwand gehört zum Bestand des Kunsthauses Zürich. Es gehört in die Reihe mythologischer Szenen, die der Maler nach 1900 schuf.

Bildkomposition und Details

  • Ritter: Die dunkle Gestalt auf dem Hippogryph bildet mit der langen Lanze eine kraftvolle Diagonale.
  • Seeungeheuer: Der grüne, geschuppte Körper und das rote Blut setzen einen scharfen Farbakzent.
  • Angelica: Die helle, schlafende Figur im Vordergrund bildet den ruhigen Gegenpol zum Kampf.
  • Himmel: Weiche, grünlich getönte Wolkenformen umrahmen das Geschehen und steigern die Traumhaftigkeit.

Bedeutung

Das Bild zeigt Vallottons Interesse an literarischen und mythischen Stoffen und seine Fähigkeit, sie in eine klare, kühl distanzierte Formensprache zu übersetzen.

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