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Weitere Informationen zu: Alexej von Jawlenskys „Selbstbildnis“

Alexej von Jawlenskys „Selbstbildnis“ zeigt den Künstler in unmittelbarer Nähe zum Betrachter: frontal, aufmerksam und mit einem charakteristischen, leicht nach außen gerichteten Blick. Das Bild lebt von der Spannung zwischen strenger Form und intensiver Farbwirkung und gehört zu jenen Porträts, in denen Jawlensky das Eigene nicht bloß abbildet, sondern malerisch zuspitzt.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1911, in einer Phase, in der sich Jawlensky innerhalb der avantgardistischen Kunstszene des frühen 20. Jahrhunderts zunehmend auf expressive Vereinfachung und starke Farbkontraste konzentrierte. Das hier vorliegende Selbstbildnis ist als Öl auf Karton ausgeführt; die Technik unterstützt die direkte, kompakte Wirkung des Bildes. Inhaltlich steht es in engem Zusammenhang mit Jawlenskys Suche nach einer eigenständigen modernen Porträtsprache.

Bildkomposition und Details

  • Bildausschnitt:Das Brustbild ist eng geführt und konzentriert den Blick auf Kopf, Bart und Oberkörper.
  • Blickführung:Der aus dem Bild gerichtete Blick erzeugt Distanz und Präsenz zugleich.
  • Farbigkeit:Kräftige Blau- und Rottöne prägen den Gesamteindruck und verstärken die expressive Wirkung.
  • Formensprache:Vereinfachte Flächen und klare Konturen ersetzen eine naturalistische Modellierung.

Bedeutung

„Selbstbildnis“ ist mehr als eine persönliche Selbstdarstellung: Das Werk zeigt Jawlenskys Interesse an einer psychologisch verdichteten, modernen Bildform. Gerade in der Verbindung von Individualität und formaler Strenge liegt die nachhaltige Wirkung dieses Porträts.

Beratung und individuelle Anfragen

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