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Weitere Informationen zu: Ernst Ludwig Kirchners „Selbstbildnis“

Ernst Ludwig Kirchners „Selbstbildnis“ aus dem Jahr 1931 gehört zu den eindringlichen späten Selbstporträts des Künstlers. Das Bild verbindet die strenge Konzentration auf die eigene Person mit einer spannungsvollen, fast unruhigen Farbigkeit; die Katze verstärkt die persönliche, zugleich symbolisch offene Wirkung.

Entstehungshintergrund

Entstanden ist das Werk 1931 in Kirchners Spätzeit in Davos-Frauenkirch, wo er nach den Erfahrungen der vorausgehenden Jahre eine sehr eigenständige Bildsprache weiterentwickelte. Das Öl auf Leinwand zeigt seine Handschrift in der Vereinfachung der Formen, der betonten Kontur und der expressiven Farbsetzung. Heute befindet sich das „Selbstbildnis“ im Bündner Kunstmuseum in Chur.

Bildkomposition und Details

  • Figur und Haltung:Kirchner zeigt sich frontal und verdichtet, mit einer Präsenz, die zwischen Selbstbehauptung und innerer Anspannung oszilliert.
  • Farbkontrast:Kräftige Rot- und Blautöne bestimmen die Wirkung des Bildes und steigern die emotionale Intensität.
  • Raum und Reduktion:Der Hintergrund bleibt knapp gefasst, wodurch der Blick unmittelbar auf Gesicht, Oberkörper und die begleitende Katze gelenkt wird.
  • Ausdruck:Die kantige Malweise und die zugespitzte Linienführung sind typisch für Kirchners expressionistischen Stil.

Bedeutung

Das Werk ist mehr als eine bloße Selbstabbildung: Es formuliert ein Bild des Künstlers als verletzliche und zugleich entschlossene Persönlichkeit. Gerade in der Verbindung von Porträt und Tiermotiv entsteht eine stille, aber intensive Aussage über Identität und künstlerische Existenz.

Beratung und individuelle Anfragen

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