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Weitere Informationen zu: Kurt Günthers „Selbstbildnis mit Fliege“

Mit seinem „Selbstbildnis mit Fliege“ von 1925 verdichtet Kurt Günther das eigene Künstlerbild zu einer stillen, aber sehr präsenten Erscheinung. Der Ausschnitt als Brustbild, der direkte, leicht seitlich geführte Blick und die klare Betonung der Kleidung geben dem Werk eine moderne, sachliche Spannung.

Entstehungshintergrund

Das Bild entstand in der Mitte der 1920er Jahre, also in einer Phase, in der sich die Neue Sachlichkeit als präzise und ungeschönte Bildsprache etablierte. Günther, der aus Gera stammt und später dort auch mit der Kunstgalerie verbunden ist, setzt in diesem Selbstporträt auf Öl auf Leinwand und eine konzentrierte, reduzierte Form. Das Werk gehört in seinen Kontext der Porträt- und Selbstbildnismalerei, in der persönliche Haltung und künstlerische Identität eng miteinander verknüpft werden.

Bildkomposition und Details

  • Bildausschnitt:Die enge Frontalität des Brustbildes lenkt den Blick unmittelbar auf Kopf, Schultern und Gesicht.
  • Farbigkeit:Braune und helle Töne bestimmen den Gesamteindruck und geben dem Porträt eine ruhige, ernste Atmosphäre.
  • Blickführung:Der Blick aus dem Bild heraus schafft Distanz und zugleich eine direkte Ansprache des Betrachtenden.
  • Moderne Haltung:Fliege, Jacke und die sorgfältige Erscheinung verweisen auf das selbstbewusste Künstlerporträt der 1920er Jahre.

Bedeutung

„Selbstbildnis mit Fliege“ zeigt nicht nur das Antlitz des Malers, sondern auch ein programmatisches Verständnis von moderner Selbstdarstellung. In der Verbindung von psychologischer Präsenz und sachlicher Formensprache liegt die anhaltende Wirkung dieses Porträts.

Beratung und individuelle Anfragen

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