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Weitere Informationen zu: Ferdinand Hodlers „Selbstbildnis mit grünem Kittel“

Ferdinand Hodler präsentiert sich in diesem späten Selbstbildnis mit großer Klarheit und stiller Präsenz. Das Gesicht ist ruhig modelliert, der Blick direkt und wach; der grüne Kittel rückt den Maler als arbeitenden Künstler in den Mittelpunkt und verleiht dem Bild eine besondere Unmittelbarkeit.

Entstehungshintergrund

„Selbstbildnis mit grünem Kittel“ entstand 1917, in Hodlers letzter Schaffensphase. Das Ölbild gehört zu den konzentrierten späten Porträts des Schweizer Künstlers, in denen er die eigene Person mit zunehmender Verdichtung und formaler Strenge erfasst. Die überlieferte Provenienz verweist auf die Sammlung Thomas Schmidheiny.

Bildkomposition und Details

  • HalbfigurDer Künstler ist nur bis zur Brust dargestellt; die enge Bildausschnitthaftigkeit bündelt die Aufmerksamkeit vollständig auf Kopf, Schulterpartie und Blick.
  • FarbigkeitDominierend sind Grün- und Brauntöne, die sich zu einer sachlichen, erdigen Wirkung verdichten und den Hintergrund bewusst zurücknehmen.
  • AusdruckHodlers Gesicht ist mit wenigen, präzisen Übergängen aufgebaut. Die ruhige Physiognomie lässt das Bild zugleich nüchtern und eindringlich erscheinen.
  • SelbstinszenierungDer grüne Kittel verweist auf die Praxis des Malens und unterstreicht das Selbstverständnis des Künstlers als Handwerker und Gestalter.

Bedeutung

Das Selbstbildnis zeigt Hodler nicht als repräsentative Figur, sondern als konzentrierten, selbstbewussten Maler der Moderne. Gerade in seiner Zurücknahme liegt die Stärke des Werks: Es verbindet persönliche Präsenz mit der klaren, formbewussten Bildsprache des späten Hodler.

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