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Weitere Informationen zu: Edvard Munchs „Selbstbildnis mit Kabeljaufisch auf dem Teller“

Dieses späte Selbstbildnis von Edvard Munch wirkt zugleich nüchtern und verstörend. Der Künstler präsentiert sich frontal, beinahe abwehrlos, während der Teller mit dem Kabeljaufisch dem Bild eine stille, alltägliche Note gibt und die Szene doch merkwürdig auflädt.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1940 und gehört in die späte Phase von Munchs Schaffen. Die Malerei auf Holztafel verweist auf seine Vorliebe für ein direktes, materialbetontes Arbeiten; im Munch-Museet in Oslo ist das Original heute bewahrt. Das Bild steht in einer Reihe von Selbstbildnissen, mit denen sich Munch wiederholt und mit wachsender Konzentration auf das eigene Altern und die künstlerische Identität zurückblickte.

Bildkomposition und Details

  • Frontalität:Munch ordnet die Figur nah an die Bildfläche und vermeidet jede erzählerische Ablenkung.
  • Stillleben-Effekt:Der Kabeljaufisch auf dem Teller setzt einen sachlichen, fast unbeweglichen Gegenpol zum Gesicht.
  • Farbklang:Braun-, Grau- und gedämpfte Naturtöne bestimmen die ruhige, ernste Gesamtwirkung.
  • Spätwerk:Die vereinfachte Formensprache zeigt Munchs Interesse an unmittelbarer Wirkung statt an detailreicher Ausarbeitung.

Bedeutung

„Selbstbildnis mit Kabeljaufisch auf dem Teller“ verbindet Selbstbeobachtung mit stiller Symbolik. Gerade die unspektakuläre Alltagsszene macht die psychologische Spannung des Bildes sichtbar und verleiht dem Werk seine nachhaltige Intensität.

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