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Weitere Informationen zu: Egon Schieles „Selbstbildnis mit nach hinten gebogenen Armen“

Das Blatt zeigt Egon Schiele in einer extremen, beinahe schmerzhaft wirkenden Körperhaltung. Die reduzierte Ausführung und die leere Umgebung lenken den Blick auf die fragile Figur und ihre innere Spannung.

Entstehungshintergrund

„Selbstbildnis mit nach hinten gebogenen Armen“ entstand 1915, in einer Phase, in der Schiele seine expressive Bildsprache bereits voll entwickelt hatte. Die Gouache unterstreicht den zeichnerischen Charakter des Werkes; zugleich zeigt sich hier die typische Verbindung von Linie, Farbe und psychologischer Selbstinszenierung, die Schieles Arbeiten dieser Zeit prägt. Das Motiv gehört zu den eindrucksvollen Selbstbildnissen aus seinem reifen Schaffen.

Bildkomposition und Details

  • HaltungDie nach hinten gebogenen Arme erzeugen eine irritierende, unnatürliche Körperspannung und bestimmen die gesamte Wirkung des Blattes.
  • KonturSchiele modelliert die Figur mit scharf gesetzten, nervösen Linien; die Form wirkt kantig und zugleich fragil.
  • FarbigkeitGedämpfte Braun-, Beige- und Fleischtöne dominieren und verstärken den ernsten, konzentrierten Eindruck.
  • RaumDer nahezu leere Hintergrund isoliert die Figur und lässt das Selbstbildnis wie eine unmittelbare psychische Studie erscheinen.

Bedeutung

Das Werk verdichtet Schieles Interesse am Körper als Träger seelischer Zustände. Gerade in der Mischung aus Verfremdung, Verletzlichkeit und Selbstbehauptung liegt seine nachhaltige Wirkung.

Beratung und individuelle Anfragen

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