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Weitere Informationen zu: Egon Schieles „Selbstbildnis mit Pfauenweste stehend“

Mit „Selbstbildnis mit Pfauenweste stehend“ entwirft Egon Schiele 1911 ein Porträt von großer innerer Spannung. Die stehende Figur wirkt schmal, fast fragil, zugleich aber durch die direkte Haltung und den konzentrierten Blick äußerst präsent.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1911 als Gouache und gehört in Schieles Phase der radikalen Selbstbefragung. Die Arbeit ist heute in der Albertina in Wien überliefert, einem wichtigen Ort für das graphische Werk des Künstlers. Charakteristisch ist die Verbindung von linearer Präzision und flächiger Farbigkeit, die Schieles expressionistischen Stil so unverwechselbar macht.

Bildkomposition und Details

  • Haltung: Die stehende Figur ist frontal gegeben und hebt sich klar vom Hintergrund ab.
  • Linie: Konturen und Binnenlinien modellieren Gesicht, Hände und Kleidung mit gespannter Energie.
  • Farbe: Blau- und Grüntöne bestimmen den Gesamteindruck und geben dem Blatt eine kühle Atmosphäre.
  • Motiv: Die Pfauenweste setzt einen dekorativen, fast symbolischen Akzent im ansonsten reduzierten Bildraum.

Bedeutung

Schiele verbindet im Selbstbildnis Selbstinszenierung und psychologische Offenheit. Das Werk zeigt exemplarisch, wie der Künstler das Porträt nicht als bloße Ähnlichkeitsstudie, sondern als Ausdruck eines inneren Zustands versteht.

Beratung und individuelle Anfragen

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