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Weitere Informationen zu: Edvard Munchs „Selbstbildnis mit Zigarette“

Edvard Munch zeigt sich in „Selbstbildnis mit Zigarette“ als nachdenkliche, fast entrückte Erscheinung. Das Bild verbindet Porträt und psychologische Selbsterkundung: Die Figur steht isoliert im Bildraum, die Zigarette setzt einen irritierenden Akzent und verweist auf die moderne, nervöse Lebenswelt des Fin de siècle.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1895, in einer Phase, in der Munch seine Bildsprache zunehmend verdichtete und zu einer subjektiven, emotional aufgeladenen Malerei fand. Das Ölbild befindet sich heute im Osloer Nasjonalgalleriet und gehört zu den Schlüsselwerken seiner Selbstbildnisse. Der Künstler verzichtet auf eine idealisierende Darstellung und nutzt stattdessen Kontraste, um innere Spannung sichtbar zu machen.

Bildkomposition und Details

  • Frontalität:Munch stellt sich nahezu frontal dar, wodurch der Blick des Betrachters unmittelbar auf das Gesicht und die Haltung gelenkt wird.
  • Dunkler Hintergrund:Der fast schwarze Bildraum lässt die Figur aus der Tiefe hervortreten und steigert die Einsamkeit der Szene.
  • Farbigkeit:Braun-, Schwarz- und Grautöne bestimmen den Gesamteindruck; helle Partien im Gesicht und an der Hand wirken umso stärker.
  • Symbolik:Die Zigarette ist mehr als ein Accessoire: Sie markiert moderne Lebensart und verleiht dem Selbstbildnis eine flirrende, fragile Note.

Bedeutung

„Selbstbildnis mit Zigarette“ ist kein repräsentatives Künstlerporträt, sondern eine Studie über Identität, Stimmung und innere Spannung. Gerade diese Verbindung von persönlicher Selbstdarstellung und seelischer Offenheit macht das Werk zu einem frühen Höhepunkt des Expressionismus.

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