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Weitere Informationen zu: Alexei von Jawlenskys „Selbstbildnis mit Zylinder“

Alexej von Jawlensky zeigt sich in „Selbstbildnis mit Zylinder“ als konzentrierte, beinahe distanzierte Erscheinung. Der dunkle Hut, das streng frontale Gesicht und der ruhige Hintergrund verdichten das Bild zu einer stillen, aber intensiven Selbstdarstellung.

Entstehungshintergrund

Das Selbstbildnis entstand 1904 in Öl auf Leinwand und gehört zu Jawlenskys frühen, noch stark an der sichtbaren Wirklichkeit orientierten Arbeiten. Zugleich lässt sich bereits sein Schritt zu einer expressiveren Formensprache erkennen, die den Charakter des Dargestellten stärker betont als eine reine äußere Ähnlichkeit. Überliefert ist das Werk heute als Privatbesitz.

Bildkomposition und Details

  • Frontalität:Die Büste ist nahezu mittig gesetzt; dadurch erhält das Bild eine unmittelbare, fast befragende Präsenz.
  • Farbton:Dunkle Braun- und Schwarztöne dominieren und erzeugen eine zurückhaltende, ernste Stimmung.
  • Kontur:Jawlensky modelliert Gesicht und Hut mit klaren Umrisslinien, wodurch die Form stark zusammengefasst wirkt.
  • Blickführung:Der Blick des Künstlers und der hohe Hut lenken die Aufmerksamkeit auf das Antlitz als Zentrum psychologischer Aussage.

Bedeutung

„Selbstbildnis mit Zylinder“ ist mehr als eine persönliche Bildnisstudie: Das Werk markiert Jawlenskys Suche nach einer verdichteten, innerlich aufgeladenen Porträtkunst. Gerade in der Spannung zwischen äußerer Haltung und stiller Verunsicherung entfaltet das Bild seine nachhaltige Wirkung.

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