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Weitere Informationen zu: Paul Gauguins „Selbstbildnis“

Mit „Selbstbildnis“ schuf Paul Gauguin 1889 ein eindringliches Porträt, das weniger als klassische Abbildung denn als psychologische Selbstaussage wirkt. Der Künstler begegnet dem Betrachter mit ruhigem, fast prüfendem Blick; die kompakte Komposition und die gedämpfte Farbigkeit verstärken die geschlossene, nach innen gerichtete Wirkung.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1889, in einer Phase, in der Gauguin seine Bildsprache deutlich von der impressionistischen Beobachtung löste. Das in Öl auf Holz ausgeführte Bild gehört zu den wichtigen Selbstbildnissen des Künstlers und zeigt bereits jene Vereinfachung der Formen, die für seinen weiteren Weg prägend wurde. Heute befindet sich das Original in der National Gallery of Art in Washington.

Bildkomposition und Details

  • Brustbild:Die Figur ist nah herangeholt und dominiert das hochformatige Bildfeld, was die Präsenz des Porträtierten steigert.
  • Farbklang:Braune, blaue und dunkle Töne bestimmen den Gesamteindruck und schaffen eine ernste, zurückhaltende Atmosphäre.
  • Konturen:Gauguin fasst Gesicht und Kleidung klar zusammen; die Formen wirken bewusst vereinfacht und flächig.
  • Blickführung:Der direkte Blick des Künstlers lenkt den Fokus auf die innere Spannung des Bildes und macht das Selbstporträt besonders eindringlich.

Bedeutung

„Selbstbildnis“ ist nicht nur ein Porträt, sondern auch ein Statement künstlerischer Unabhängigkeit. Gauguin zeigt sich als moderne, selbstbewusste Persönlichkeit und verdichtet damit die Suche nach einer neuen, symbolischen Bildsprache am Ende des 19. Jahrhunderts.

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