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Weitere Informationen zu: Ida Gerhardis „Selbstbildnis VI“

In „Selbstbildnis VI“ richtet Ida Gerhardi den Blick ganz auf die eigene Person. Das Porträt wirkt unbeirrbar direkt und zugleich zurückhaltend; gerade diese Mischung macht seinen Reiz aus. Brille, Halstuch und die markante Kopfhaltung verleihen dem Bild eine stille Würde und eine eindringliche Präsenz.

Entstehungshintergrund

Das Werk entstand 1925, in der späten Schaffensphase der aus Hagen stammenden Malerin Ida Gerhardi. Als Öl auf Leinwand gehört es in die Reihe ihrer Selbstbildnisse, in denen sie sich immer wieder neu befragt und ins Bild setzt. Das heute mit der Städtischen Galerie Lüdenscheid verbundene Werk zeigt den Blick einer Künstlerin, die ihre künstlerische Identität souverän behauptet.

Bildkomposition und Details

  • FokusDer Bildausschnitt konzentriert sich auf das Gesicht und den Oberkörper, wodurch jede Regung im Blick Gewicht erhält.
  • FarbtonGedämpfte Braun- und Grautöne bestimmen den Gesamteindruck und unterstützen die ernste, reflektierte Stimmung.
  • LinienführungDie klaren Konturen von Brille, Gesicht und Halstuch strukturieren das Porträt und geben ihm Ruhe.
  • AusdruckDer direkte Blick der Künstlerin schafft Nähe, ohne Vertraulichkeit zu erzwingen; er bleibt selbstbewusst und prüfend.

Bedeutung

„Selbstbildnis VI“ ist mehr als eine bloße Selbstdarstellung: Es ist ein künstlerisches Statement über Alter, Erfahrung und Selbstbehauptung. Ida Gerhardi formuliert darin ein Bild weiblicher Autorschaft, das persönlich und zugleich exemplarisch wirkt.

Beratung und individuelle Anfragen

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