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Weitere Informationen zu: Alexej von Jawlenskys „Selbstporträt“

In „Selbstporträt“ verdichtet Alexej von Jawlensky die eigene Erscheinung zu einem Bild von großer Präsenz. Der frontal gesehene Kopf wirkt streng komponiert, zugleich aber von einer inneren Unruhe getragen, die das Werk typisch expressionistisch macht.

Entstehungshintergrund

Das Blatt entstand 1912, einer Phase, in der Jawlensky seine Bildsprache konsequent vereinfachte und auf die Wirkung von Farbe und Kontur setzte. Das Öl auf Karton gehört zu jener Werkgruppe, in der das Porträt nicht mehr äußerliche Ähnlichkeit, sondern psychische Verdichtung anstrebt. Überliefert ist das Werk heute im Museum Wiesbaden, das einen wichtigen Kontext für Jawlenskys Œuvre bildet.

Bildkomposition und Details

  • Frontalität:Der Kopf ist nahezu streng frontal angeordnet und dominiert die gesamte Bildfläche.
  • Kontur:Dunkle Umrisslinien fassen die Züge zusammen und verleihen dem Gesicht ikonische Klarheit.
  • Farbklang:Warme Braun- und Rottöne prägen die Wirkung und verstärken die emotionale Spannung.
  • Reduktion:Die Vereinfachung der Formen lenkt den Blick auf Ausdruck statt auf naturalistische Details.

Bedeutung

„Selbstporträt“ zeigt Jawlensky als Künstler der inneren Verdichtung: Das eigene Gesicht wird zur Projektionsfläche für Stimmung, Identität und geistige Konzentration. Gerade darin liegt die nachhaltige Wirkung dieses expressiven Porträts.

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